Mark Pogolski


Mark Pogolski wurde 1977 in St. Petersburg geboren und studierte zunächst Mathematik an der Staatlichen Universität seiner Geburtsstadt sowie Komposition am Rimski-Korsakow-Konservatorium bei Prof. Sergei Slonimsky. Bei Prof. Dieter Acker an der Hochschule für Musik und Theater München setzte er das Kompositionsstudium bis zum Abschluss im Jahre 2002 fort. Parallel dazu absolvierte er an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg seine Ausbildung im Hauptfach Klavier bei Hanae Nakajima.

Mark Pogolski verfolgt eine intensive Tätigkeit als Komponist und hat für sein Schaffen schnell entsprechende Anerkennung gefunden: 2001 wurde er mit dem Kompositions-Förderpreis der Jungen Philharmonie Brandenburg ausgezeichnet und erhielt einen Kompositionsauftrag für ein Capriccio für Sinfonieorchester, das im Berliner Konzerthaus unter der Leitung von Sebastian Weigle uraufgeführt wurde; 2002 bekam er den 1. Preis des internationalen Alfred Schnittke Kompositionswettbewerbes in Moskau. In Zusammenarbeit mit dem Choreographen Kirill Melnikov komponierte Mark Pogolski, im Auftrag von Stadttheater Ingolstadt 2008, das Ballett „Cinderella“. 2010 wurde ein weiteres Werk, Ballett „Nosferatu“, mit Erfolg in München uraufgeführt. 2012 schrieb er die Bühnenmusik zum Ballett „Sommernachtstraum alla bavarese“ und 2015 – im Kooperation mit dem Komponisten Bernd Redmann – Musik zum Tanztheater „Gradus ad parnassum“ (beide Uraufführungen fanden in Münchner Prinzregententheater statt). In der Saison 2016/17 wurde die zweite Fassung von seinem Ballett „Cinderella“ mit neuer Choreographie von Heinz Manniegel mehrmals in München aufgeführt.

Mit der Violinistin Sabrina Zimmermann hat sich Mark Pogolski international als Live-Interpret historischer Filmmusiken und als Mitglied des renommierten Zimmermann-Ensembles einen Namen gemacht. Mit dem Ensemble war er in den letzten Jahren zu den zahlreichen Filmfestivals in Deutschland, Österreich, Schweiz, Schottland, Tschechien und China eingeladen.

2014 übernahm Mark Pogolski die musikalische Leitung der Kammeroperproduktion „Wertheriade“ (Inszenierung: Nicolas Trees) mit Aufführungen u.a. im Schloss Esterhazy (Österreich) und Auditorio Nacional de Musica in Madrid. 2015 war er composer in residence beim 4th International Conductors Masterclass “El Escorial” in Spanien. 2017 dirigierte er die zeitgenössische Erstaufführung der Originalfassung von Carlo Coccias Oper “Caterina di Guisa”.

Seit 2009 ist Mark Pogolski musikalischer Leiter und seit 2018 Mitglied des Leitungsgremiums der Ballett-Akademie an der Hochschule für Musik und Theater München, wo er auch Musiktheorie und Improvisation unterrichtet.