BTHVN Stummfilm-Spezial am 19. und 26. September

Im Rahmen der Jubiläums-Veranstaltungen von BTHVN2020 zeigt der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. am 19. und 26. September unter dem Titel “Beethoven und seine Zeit im Stummfilm” drei Stummfilme mit Live-Musikbegleitung im LVR-LandesMuseum Bonn. Die Filme greifen historische Ereignisse und Themen auf, die das Leben in Europa zur Zeit Ludwig van Beethovens geprägt haben und geben damit einen spannenden Einblick in die Lebenswirklichkeit des Bonner Komponisten. Begleitet werden die Filme von renommierten Stummfilmmusiker*innen, die bereits viele Male bei den Internationalen Stummfilmtagen aufgetreten sind.

19. September 2021 (LVR-LandesMuseum Bonn)

11 Uhr: MADAME DUBARRY (Ernst Lubitsch, Deutschland 1919), mit Musik von Sabrina Zimmermann (Geige) und Mark Pogolski (Flügel)

In diesem Historienfilm wird Frankreich zu Beginn der Französischen Revolution thematisiert. Die junge Jeanne – angelehnt an die historische Person Marie Jeanne du Barry – erregt die Aufmerksamkeit des Grafen Dubarry, der sie in Paris bei Hofe einführt, wo sie schließlich zur einflussreichen Mätresse von König Ludwig XV. wird. MADAME DUBARRY erzählt eine epochale Geschichte von Macht, Politik und Liebe und glänzt besonders durch die Stummfilmstars Pola Negri und Emil Jannings in den Hauptrollen.

26. September 2021 (LVR-LandesMuseum Bonn)

11 Uhr: WATERLOO (Karl Grune, Deutschland 1929), mit Musik von Günter A. Buchwald (Flügel) und Frank Bockius (Schlagzeug)

Der monumentale Film mit eindrucksvollen Schlachtszenen hat, wie der Name andeutet, die historische Schlacht Napoleons bei Waterloo zum Thema, die das Ende des Französischen Kaiserreichs markiert. Der Film vermischt Wahrheit und Dichtung zu einer packenden Geschichte, die von der ersten Minute an fesselt.

15 Uhr: DER KATZENSTEG (Gerhard Lamprecht, Deutschland 1927), mit Musik von Richard Siedhoff (Flügel) und Mykyta Sierov (Oboe)

Der Spielfilm spielt in Preußen zur Zeit der Befreiungskriege 1813-1815 und erzählt eine dramatische Geschichte von Verrat und Vergeltung. Baron von Schranden sympathisiert mit den Franzosen und hintergeht seine preußischen Landsleute – allen voran seinen Sohn, der sich daraufhin von ihm abwendet–, indem er den französischen Truppen zu einem Schlag gegen die preußischen Freikoprs verhilft. Auch Jahre später wirkt sich der Verrat des Barons noch auf das Leben seines Sohnes aus, der mit dem Vergeltungsdrang der anderen und mit den eigenen bitteren Gefühlen gegenüber seinem Vater zu kämpfen hat.