Internationale Stummfilmtage
Programm

Bei den 34. Internationalen Bonner Stummfilmtagen ist der Eintritt zu allen Filmvorführungen im Arkadenhof der Universität Bonn frei – wir freuen uns jedoch über Ihre Spende! Der Einlass beginnt jeden Abend um 19.00 Uhr. Alle Filme werden live-musikalisch begleitet.

Hier können Sie unseren Programmflyer herunterladen:
Internationale Stummfilmtage_Flyer_2018

Donnerstag, 16. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Buster Keatons Flitterwochen (One week)

Buster_Keatons_Flitterwochen_Foto_Foerderverein_Filmkultur_Bonn_e.V.

Das erste große Meisterwerk von und mit Buster Keaton beschreibt mit subversivem Witz und bestechenden visuellen Gags die Schwierigkeiten eines jungvermählten Paares, ein Fertighaus zusammenzusetzen.

Donnerstag, 16. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Abwege

Abwege_Foto_Foerderverein_Filmkultur_Bonn_e.V.

Weil ein vermögender Rechtsanwalt seine Frau vernachlässigt, beginnt diese einen Flirt mit einem Kunstmaler und stürzt sich ins ­Berliner Nachtleben.

Freitag, 17. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Planwagen nach Santa Fe

Planwagen_nach_Santa_Fe_Foto_Foerderverein_Filmkultur_Bonn_e.V.

Stummfilmlegende William S. Hart schuf die Figur des einsamen Westerners, den spä­ter Darsteller wie John Wayne, Randolph Scott oder Clint Eastwood verkörperten. WAGON TRACKS gilt als einer seiner besten Filme und wurde an Originalplätzen mit „echten Indianern“ gedreht.

Freitag, 17. August, 22.30 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Opium

Opium_Foto_Foerderverein_Filmkultur_Bonn_e.V.

Robert Reinert verbindet in seinem Film, der einen englischen Arzt bei seinen Forschungen über die Wirkungen des Opiums nach China und Indien führt, exotischen Thrill mit erotischen Schauwerten.

Samstag, 18. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Die Schwalbe und die Meise

Die Schwalbe und die Meise_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Pierre Van Groot navigiert mit seinen zwei Lastkähnen „Schwalbe“ und „Meise“ auf den Kanälen zwischen Belgien und Frankreich. Die Filmaufnahmen, die André Antoine 1920 drehte, wurden vom Produzenten als zu dokumentarisch und für die Kinoauswertung ungeeignet bewertet, so dass die Produktion gestoppt wurde und das Material ungeschnitten blieb

Samstag, 18. August, 22.30 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Ich habe ihn umgebracht

Ich habe ihn umgebracht_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Ein vom deutschen Stummfilm beeinflusster Anfang zeigt in eindrucksvoller Montage die Vorbereitungen für die Hinrichtung eines zum Tode Verurteilten, der beharrlich schweigt und alle Versuche ihm Nahestehender, ihn zu retten, brüsk zurückweist.

Sonntag, 19. August, 15.00 Uhr, LVR-LandesMuseum Bonn

Ernst Lubitsch, F.W. Murnau, Gerhart Hauptmann & Faust

Faust_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Anfang der 1920er Jahre gab es in Berlin und in Hollywood verschiedene Bestrebungen, den Faust-Stoff zu verfilmen. Für die Besetzung der Hauptrollen wurden Mary Pickford, John Barrymore, Greta Garbo, Emil Jannings und Douglas Fairbanks genannt. Stefan Drössler beschreibt die abenteuerliche Vor­geschichte des Films FAUST, den F. W. Murnau schließlich für die Ufa drehte, und zeigt unbekannte Probeaufnahmen, die Ernst Lubitsch 1923 in Hollywood herstellte.

Sonntag, 19. August, 17.00 Uhr, LVR-LandesMuseum Bonn

Lebende Bilder

Lebende Bilder_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Seit seinen Anfängen greift das Kino bei der Darstellung von historischen Ereignissen oder Schlüsselszenen aus literarischen Werken gerne auf berühmte Gemälde zurück.

Sonntag, 19. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Alles in Schlagsahne (The battle of the century)

Alles in Schlagsahne_Foto Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Der legendäre Klassiker mit Stan Laurel und Oliver Hardy, der in einer der größten Tortenschlachten der Filmgeschichte endet, überlebte nur in Fragmenten. 2015 eröffnete eine Rekonstruktion des Films die Bonner Stummfilmtage. Fast zur selben Zeit wurde ein 16mm-Fragment des Films gefunden, das weitere verloren geglaubte Szenen des Films enthielt.

Sonntag, 19. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Faust. Eine deutsche Volkssage

Faust_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Bevor der heutige Ufa-Klassiker FAUST im Oktober 1926 in den deutschen Kinos anlief, wurde in der Öffentlichkeit eine leidenschaftliche Debatte geführt: Der Drehbuchautor Hans Kyser wehrte sich erfolgreich mit allen Mitteln gegen die Verwendung der von Gerhart Hauptmann erstellten Zwischentitel.

Montag, 20. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Interplanetarische Revolution

Interplanetarische Revolution_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Einer der ersten künstlerischen sowjetischen Zeichentrickfilme verwendet relativ primitive Legetrickanimationen, Karikaturen und Realaufnahmen, die zum abstrahierten Stil des filmischen Experiments passen

Montag, 20. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Der Mann, der das Gedächtnis verlor

Der Mann, der das Gedächtnis verlor_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Deutsche Erstaufführung einer neuen Rekonstruktion der Originalfassung von Friedrich Ermlers bildgewaltigem Filmklassiker, von dem bisher nur gekürzte Fassungen bekannt waren. Ein Bahnarbeiter verliert als Soldat im Ersten Weltkrieg durch einen Schock sein Gedächtnis.

Dienstag, 21. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Der Graf

Der Graf_Foto Foerderverein Filmkultur Bon e.V.

Charlie Chaplin als gefeuerter Schneidergeselle, begegnet auf der Party der reichen Mrs. Moneybags zufällig seinem ehemaligen Chef, der sich im Frack eines seiner ­Kunden dort als vermeintlicher Graf eingeschlichen hat.

Dienstag, 21. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Rosita

Rosita_Foto:Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Hauptdarstellerin und Produzentin Mary Pickford mochte Ernst Lubitschs ersten Hollywood-Film in späteren Jahren nicht mehr und ließ das Originalnegativ vernichten.

Mittwoch, 22. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Unser Kronprinzenpaar in Hollywood

Unser Kronprinzenpaar in Hollywood_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Der schwedische Kronprinz Gustaf Adolf und seine Frau, Kronprinzessin Louise, sind zu Besuch in Hollywood und besichtigen das Studio von MGM. Dabei begegnen sie Stars wie Greta Garbo und John Gilbert sowie Lon Chaney, Ramón Novarro, Lillian Gish und dem Produzenten und Gründer von MGM Louis B. Mayer.

Mittwoch, 22. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Es war

Es war__Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Der zweite Hollywoodfilm von Greta Garbo brachte sie mit dem männlichen Star von MGM John Gilbert zusammen. Beide wurden fortan auch im Privatleben das große Liebespaar des amerikanischen Stummfilms.

Donnerstag, 23. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Spaziergang ins Blaue

Spaziergang ins Blaue_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Das Erstlingswerk des tschechischen Fotografen, Filmkritikers, Kameramanns und ­Regisseurs Alexander Hackenschmied, der später als Alexander Hammid in Amerika bedeutende Avantgardefilme drehte sowie an der Entwicklung von Mehrfachprojektionen mitwirkte.

Donnerstag, 23. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Die Tänzerin von Izu

IzuNeu

Ein Meisterwerk des japanischen Stummfilms nach dem Erfolgsroman von Yasunari Kawabata, der 1968 als erster japanischer Autor mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Freitag, 24. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Ben Hur

Ben Hur_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Die Dreharbeiten zum teuersten Stummfilm aller Zeiten dauerten zwei Jahre, fanden in Italien und Los Angeles statt und sprengten alle Grenzen. Allein für das vor großer Kulisse real stattfindende Wagenrennen wurden 47 Kameras eingesetzt.

Samstag, 25. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Die Wallfahrt nach Kevelaer

Die Wallfahrt nach Kevelaer_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Die Verfilmung des berühmten Gedichts von Heinrich Heine entstand als schwedische Großproduktion in aufwändigen Studiodekorationen und an Originalschauplätzen im Rheinland.

Samstag, 25. August, 22.30 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Ein moderner Glücksjäger

Ein moderner Glücksjäger_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

W. C. Fields ist als Komiker der frühen Tonfilmzeit in Erinnerung geblieben, der sich mit zynischen Dialogen dem Chaos um ihn herum zu entziehen versucht. Dass sein Humor auch im Stummfilm funktioniert, zeigt dieser Film, der dem Tonfilm-Remake IT’S A GIFT (1934) durchaus ebenbürtig ist.

Sonntag, 26. August, 15.00 Uhr, LVR-LandesMuseum Bonn

Hugo Bettauer und Die Stadt ohne Juden

Die Stadt ohne Juden_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Einen „Roman von übermorgen“ nannte Journalist, Schriftsteller und Herausgeber einer „Wochenschrift für Esskultur und Erotik“ Hugo Bettauer sein 1922 veröffentlichtes Werk, das ebenso wie die 1924 erfolgte Verfilmung auf heftigen Widerstand in konservativen Kreisen stieß.

Sonntag, 26. August, 17.00 Uhr, LVR-LandesMuseum Bonn

Das Grabmal einer großen Liebe

Das Grabmal einer großen Liebe_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Die aufwändige britische Großproduktion des Münchner Filmemachers Franz Osten entstand an Originalschauplätzen mit indischen Darstellern. Erzählt wird in eindrucksvollen Bildern die Legende des Taj Mahal.

Sonntag, 26. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Filme von Alice Guy-Blaché

Die Liebe siegt_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Alice Guy-Blaché war die erste und viele Jahre lang einzige Frau, die im französischen und amerikanischen Kino erfolgreich als ­Filmemacherin, Autorin und Produzentin arbeitete. Im Mittelpunkt der drei Komödien, die in ihren damaligen deutschen Fassungen überliefert sind, steht jeweils eine junge Frau, die mit einem sperrigen Reifrock kämpft, als Frühlingsfee ihre Umwelt verzaubert oder einfallsreich ihren Willen gegen die Verbote des Vaters durchsetzt.

Sonntag, 26. August, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Die Stadt ohne Juden

Die Stadt ohne Juden_Foto: Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Hugo Bettauers provokanter Roman, der die politischen und ökonomischen Auswirkungen einer Verbannung der Juden aus Wien beschreibt, lief erfolgreich in den österreichischen Kinos, fand aber international nur wenig Verbreitung.