Internationale Stummfilmtage
Pressebereich

Hier finden Sie Pressemitteilungen, Programminformationen und Fotos in Druckauflösung für Ihre Berichterstattung zu den Internationalen Stummfilmtagen!

Die Nutzung der hier zur Verfügung gestellten Inhalte gestatten wir zur Berichterstattung über das Festival und bitten Sie um Nennung der jeweils angegebenen Quelle. Bitte benachrichtigen Sie uns, falls Sie Materialien dieser Seite in Artikeln, Berichten etc. verwenden.

Dazu sowie für alle Ihre Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an Kristina Wydra, Telefon: 0228 / 94 69 75 93 oder 0172 / 285 64 81, presse@film-ist-kultur.de

Die Fotos vom Arkadenhof der Universität Bonn sowie von den Musikerinnen und Musikern der Internationalen Stummfilmtage können Sie hier downloaden und honorarfrei nutzen. Bitte verwenden Sie sie ausschließlich unter Nennung der jeweils angegebenen Quelle.

Fotos zu den Filmen des diesjährigen Programms können Sie in Druckauflösung bei Kristina Wydra unter presse@film-ist-kultur.de anfordern.

 

 

Pressematerialien zu den 34. Internationalen Stummfilmtagen – Bonner Sommerkino

 

Pressemeldungen

Stummfilm als packendes Erlebnis: 34. Internationale Stummfilmtage – Bonner Sommerkino  erneut  großer Publikumserfolg
Bonn, 27. August 2018. Mit dem visionären Film DIE STADT OHNE JUDEN (1924) nach Hugo Bettauers gleichnamigem Roman gingen gestern Abend die 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino zu Ende. Erschreckend aktuell wirkten die Plattitüden der Hetzer in den Zwischentiteln, die sich kaum von den Kampagnen heutiger Rechtspopulisten unterschieden. Das Publikum im Arkadenhof zeigte sich nicht nur vom Szenario des Films, das schon 15 Jahre später bittere Realität wurde, tief bewegt, sondern auch von der flammenden Eingangsrede Nikolaus Wostrys, Leiter des Filmarchivs Austria und Restaurator des Films, der sich für ein Zusammenleben ohne Rassismus und Diskriminierung aussprach. So endete das Festival mit tosendem Applaus, der erst nach Minuten endgültig abebbte.

Insgesamt besuchten in den vergangenen elf Tagen mehr als 25.000 Zuschauer die 34. Internationalen Stummfilmtage. An manchen Abenden war der Andrang so groß, dass einige hundert Besucher auf einen Nacheinlass zum jeweils zweiten Film warteten oder gar nicht mehr in den Arkadenhof gelassen werden konnten.

Zu den Höhepunkten des größten deutschen Stummfilmfestivals zählte zum Beispiel der belgische Film DIE SCHWALBE UND DIE MEISE mit der atmosphärisch dichten, zauberhaften Begleitung durch die Harfenistin Elizabeth-Jane Baldry und den Multi-Instrumentalisten Stephen Horne, der auch für den aufwühlenden russischen Film DER MANN, DER DAS GEDÄCHTNIS VERLOR ganze Klangwelten erschuf. Sogar für eingefleischte Kenner sehr eindrücklich war die Vorführung des tschechischen Kurzfilms SPAZIERGANG INS BLAUE: Auf Wunsch des Regisseurs Alexander Hackenschmied wurde der achtminütige Film ohne Musik, ganz stumm, gezeigt – acht Minuten, in denen man im Arkadenhof eine Stecknadel hätte fallen hören können. Und wer es eher pompös liebt, kam bei dem gigantischen Werk BEN HUR besonders auf seine Kosten, das mit technischer Brillanz aufwartete und von dem Percussionisten Frank Bockius und Günter Buchwald am Flügel und auf der Violine fulminant begleitet wurde.
Ein weiteres Mal bestätigten die große Resonanz auf die unterschiedlichen Werke und ästhetischen Handschriften der Filmemacher wie auch die Euphorie, die das Publikum den vielseitigen und virtuosen Kompositionen und Improvisation der Musiker entgegenbrachte, das anhaltende Interesse am Bonner Sommerkino.

Wie der Kurator der Stummfilmtage, Stefan Drößler, am Samstagabend bereits andeutete, als er gemeinsam mit Magnus Rosborn vom Svenska Filminstitutet Stockholm den Film DIE WALLFAHRT NACH KEVELAER vorstellte, ist die Programmarbeit für die nächste Ausgabe der Stummfilmtage bereits im Gange. „Es gibt nach wie vor zahlreiche Werke aus der Frühzeit des Kinos neu zu entdecken und zu restaurieren. Wir sind jetzt schon gespannt auf die Schätze, die unsere Kollegen in den Archiven in der ganzen Welt gerade heben und die wir dem Publikum im nächsten August beim 35. Bonner Sommerkino zeigen können,“ erklärt Festivalleiterin Sigrid Limprecht.

Die 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino wurden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem AStA Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, und unterstützt von der Bundesstadt Bonn, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien (BKM).

 

 

Mit Ben Hur ins Blaue: Die 34. Internationalen Stummfilmtage bieten noch bis Sonntag ein Programm voller Höhepunkte
Bonn, 20. August 2018. Lag es an Buster Keaton oder Brigitte Helm? Dem strahlenden Sonnenschein am Eröffnungsabend? Der gleichermaßen poetischen wie fulminanten Komposition zum Film DIE SCHWALBE UND DIE MEISE, mit der Stephen Horne und die Harfenistin und Stummfilmtage-Debütantin Elizabeth-Jane Baldry am Samstag den gesamten Arkadenhof in ihren Bann zogen? Oder lag es an der Wucht der Bilder von Murnaus FAUST, die gestern Abend zum ersten Mal mit den originalen Zwischentiteln von Gerhart Hauptmann präsentiert wurden? Ganz gleich, was den Ausschlag gab – in jedem Fall war der Auftakt der 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino ein voller Erfolg, über den die Festivalmacher des Fördervereins Filmkultur Bonn e.V. sich glücklich schätzen.

Wer ihn verpasst hat, dem bietet das hochkarätige Programm des größten deutschen Stummfilmfestivals noch bis einschließlich Sonntag, 26. August unterschiedlichste Filme vom avantgardistischen Kurzexperiment bis hin zum Spektakel der Superlative. Wer dieser Tage erst aus dem Urlaub heimkehrt, kann beispielsweise am Mittwoch ES WAR sehen – jene Liebesgeschichte, die Greta Garbo zum Weltstar machte. „Ganz außergewöhnlich dürfte am Donnerstag (23. August) auch die Vorführung des tschechischen Kurzfilms SPAZIERGANG INS BLAUE werden. Diese impressionistische Studie ist der Erstling des Avantgarde-Filmemachers Alexander Hackenschmied, und seinem Wunsch gemäß wird sie bei den Stummfilmtagen ohne Live-Musik, ganz stumm, vorgeführt“, so Festivalleiterin Sigrid Limprecht.
Ein Höhepunkt ganz anderer Art steht am Freitag, 24. August, mit BEN HUR auf dem Programm. Der teuerste Stummfilm aller Zeiten war ein Welterfolg und beeindruckt unter anderem mit seinen mächtigen Kulissen, den realen Wagenrennen, die von 42 Kameras gefilmt wurden, und den kostspieligen, im Zweifarbtechnicolor-Verfahren aufgenommenen Sequenzen. Im Arkadenhof wird er in zwei Teilen gezeigt und von dem Percussionisten Frank Bockius und Günter A. Buchwald am Flügel sowie auf der Viola und Violine begleitet.
Am Samstag, 25. August darf das Publikum gespannt sein auf Bilder aus der Heimat: Die neue Rekonstruktion der Verfilmung von Heines Gedicht DIE WALLFAHRT NACH KEVELAER wurde zum Teil an Originalschauplätzen in der Region gedreht.
Im LVR-LandesMuseum Bonn ist am Sonntag, 26. August die aufwändige indische Großproduktion DAS GRABMAL EINER GROSSEN LIEBE mit dem Soundtrack von Anoushka Shankar als deutschsprachige Erstaufführung zu erleben. Und last, but not least befasst das Bonner Sommerkino sich zum Abschluss mit Hugo Bettauers prophetischem Roman und der gleichnamigen Verfilmung DIE STADT OHNE JUDEN aus dem Jahr 1924, die leider bis heute nichts von ihrer Relevanz eingebüßt haben.

Alle Veranstaltungen der 34. Internationalen Stummfilmtagen sind auf www.internationale-stummfilmtage.de zu finden. Der Eintritt ist bei den Vorführungen im Arkadenhof frei; um Spenden wird gebeten. Für das Rahmenprogramm am 26. August können unter presse@film-ist-kultur.de Karten zum Preis von 7 €, ermäßigt 5 € reserviert werden.

Die 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem AStA Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, und unterstützt von der Bundesstadt Bonn, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien (BKM).

 

 

Auf Abwegen im Arkadenhof: Start der 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino
Bonn, 13. August 2018. Bei schönstem Hochsommerwetter verwandelt der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. dieser Tage den Arkadenhof der Universität Bonn in den schönsten Kinosaal der Stadt. Ab kommenden Donnerstag, 16. August bis Sonntag, 26. August sind bei den 34. Internationalen Stummfilmtagen – Bonner Sommerkino Klassiker und Raritäten aus der Frühzeit des Kinos unter freiem Himmel mit Live-Musik zu erleben.

Zum Auftakt zeigt das größte deutsche Stummfilmfestival am Donnerstag um 21 Uhr – Einlass ist jeden Abend ab 19 Uhr – BUSTER KEATONS FLITTERWOCHEN, Keatons erstes großes Meisterwerk über ein frisch vermähltes Paar, das versucht, ein Fertighaus zusammenzusetzen. Im Anschluss läuft G.W. Pabsts flirrendes Gesellschaftsportrait ABWEGE (Deutschland 1928), in dem die vernachlässigte Ehefrau eines reichen Anwalts sich ins Berliner Nachtleben stürzt, eine Affäre mit einem Künstler beginnt und in einen Rausch aus Luxus und Laster gerät.

Das Programm versammelt dieses Jahr besonders viele Ikonen des Stummfilms – so geben sich Greta Garbo, Mary Pickford und Louise Brooks, Charles Chaplin, Conrad Veidt und Emil Jannings im Arkadenhof die Klinke in die Hand. Superproduktionen wie Robert Reinerts OPIUM oder BEN HUR – als teuerster Stummfilm aller Zeiten – stehen neben wenig bekannten Werken wie dem japanischen Melodram DIE TÄNZERIN VON IZU, Friedrich Ermlers DER MANN, DER DAS GEDÄCHTNIS VERLOR oder avantgardistischen Experimenten wie der INTERPLANETARISCHEN REVOLUTION (Sowjetunion 1924) und dem tschechischen Kurzfilm SPAZIERGANG INS BLAUE. Zahlreiche Filme sind in neuen Restaurierungen zu sehen, Murnaus FAUST und Antoines DIE SCHWALBE UND DIE MEISE sogar in neuen Fassungen, die seinerzeit nicht ins Kino gelangten.

Mit dem Programm LEBENDE BILDER, das Filme aus der Anfangszeit des Kinos populären Gemälden gegenüberstellt, dem indischen Stummfilm DAS GRABMAL EINER GROSSEN LIEBE und Vorträgen zu Murnaus FAUST und der erschreckend aktuellen Verfilmung von Hugo Bettauers Roman DIE STADT OHNE JUDEN Sonntag verspricht auch das sonntägliche Rahmenprogramm im LVR-LandesMuseum Bonn außergewöhnliche Einblicke in die Arbeit der Filmarchive und -restaurierung.

Das gesamte Programm ist im angehängten Programmheft und auf www.internationale-stummfilmtage.de zu finden. Bei den Vorführungen im Arkadenhof ist der Eintritt frei; um Spenden wird gebeten. Für die Veranstaltungen des Rahmenprogramms können Karten zum Preis von 7 €, ermäßigt 5 €, bis spätestens zwei Tage vor dem jeweiligen Termin unter presse@film-ist-kultur.de reserviert werden.

Die 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem AStA Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, und unterstützt von der Bundesstadt Bonn, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien (BKM).

 

 

Brisant, politisch, opulent: Das Rahmenprogramm der 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino
Bonn, 16. Juli 2018. Der schönen Tradition und großen Resonanz beim Publikum folgend, wird auch im 34. Jahr der Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino das abendliche Festivalprogramm, das der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. vom 16. bis 26. August im Arkadenhof der Universität Bonn präsentiert, durch Vorträge und Filmvorführungen im LVR-LandesMuseum Bonn ergänzt. Die von Stefan Drößler, Leiter des Filmmuseums München und Mitbegründer der Stummfilmtage, kuratierte Filmauswahl versammelt in diesem Jahr insgesamt 15 deutsche Erstaufführungen frisch rekonstruierter Werke, welche die Restaurateure aus den jeweiligen Filmarchiven zumeist persönlich in Bonn vorstellen. Dabei werden einige besonders spannende Rekonstruktionsprojekte im Rahmenprogramm näher beleuchtet.

So skizziert Stefan Drößler am Sonntag, den 19. August um 15 Uhr die Bestrebungen verschiedener Filmschaffender in Berlin und Hollywood während der 1920er Jahre, den Faust-Stoff zu verfilmen, in einem Vortrag mit Filmbeispielen. Er berichtet von der bewegten Vorgeschichte des FAUST-Films, den F. W. Murnau letztlich für die Ufa drehte und der am selben Abend im Arkadenhof – erstmals mit den ursprünglichen Zwischentiteln von Gerhart Hauptmann – zu sehen ist. Zudem zeigt Drößler wenig bekannte Probeaufnahmen von Ernst Lubitsch aus Hollywood und erzählt von der prominenten Besetzung, die für diese Fassung im Gespräch war.

Um 17 Uhr präsentiert Valentine Robert, Filmhistorikerin an der Universität Lausanne, die deutsche Erstaufführung ihres Kurzfilmprogramms mit dem Titel LEBENDE BILDER, das sich mit der Beziehung zwischen Stummfilm und bildender Kunst befasst: Seit seinen Anfängen greift das Kino bei der Darstellung historischer Ereignisse oder bei Literaturverfilmungen auf berühmte Gemälde oder Skulpturen zurück – unter anderem, um das Filmen nackter Personen als Kunst zu rechtfertigen. Das Programm stellt Filme der Jahre 1897 bis 1913 den korrespondieren Kunstwerken gegenüber und wird von Stephen Horne am Flügel und erstmals auch von Elizabeth-Jane Baldry auf der Harfe live begleitet.

Der letzte Festivaltag – Sonntag, der 26. August – steht zunächst (15 Uhr) ganz im Zeichen von Hugo Bettauers umstrittenem hochpolitischem „Roman von übermorgen“ DIE STADT OHNE JUDEN und seiner Verfilmung durch Hans Karl Breslauer aus dem Jahr 1924. Nikolaus Wostry, Leiter des Filmarchivs Austria in Wien, spricht über Leben und Werk Bettauers und die jüngst mithilfe einer internationalen Crowd Funding-Kampgane realisierte Rekonstruktion des Films, der zum Festivalabschluss am Abend – ebenfalls als deutsche Erstaufführung – im Arkadenhof gezeigt wird.

Anschließend (17 Uhr) ist der opulente indische Stummfilm DAS GRABMAL EINER GROSSEN LIEBE des Münchner Filmemachers Franz Osten zu erleben. Der 1928 an Originalschauplätzen mit indischen Darstellern entstandene Film erzählt in eindrucksvollen Bildern die Legende des Taj Mahal. Jüngst wurde er vom British Film Institute aufwändig digital restauriert und wird in Bonn – als eine weitere Deutschlandpremiere – mit dem neuen von Anoushka Shankar komponierten Soundtrack präsentiert.

Für die Veranstaltungen des Rahmenprogramms, mit denen der Förderverein Filmkultur dem interessierten Publikum so die Möglichkeit bietet, exklusive und plastische Einblicke in die Arbeit der Filmarchive und Kinematheken in der ganzen Welt zu gewinnen, sind Karten zum Preis von 7 €, ermäßigt 5 € erhältlich. Diese können beim Förderverein Filmkultur Bonn e.V. unter presse@film-ist-kultur.de bis spätestens zwei Tage vorm jeweiligen Veranstaltungstermin verbindlich reserviert werden.

Das gesamte Programm der 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino finden auch auf www.internationale-stummfilmtage.de

Die 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem AStA Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, und unterstützt von der Bundesstadt Bonn, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien (BKM).

 

 

Wallfahrt oder Teufelspakt: Zum Programm der 34. Internationalen Stummfilmtage
Bonn, 11. Juni 2018. In gut zwei Monaten lädt der Förderverein Filmkultur Bonn e.V. wieder zum größten deutschen Stummfilmfestival ein und verwandelt den Arkadenhof der Universität Bonn in den schönsten Kinosaal der Stadt: Ab 16. August sind bei den 34. Internationalen Stummfilmtagen – Bonner Sommerkino elf Abende lang Stummfilme aus aller Welt mit live-musikalischer Begleitung zu erleben.

Zur Festivaleröffnung wird am Donnerstag, 16. August, um 21 Uhr – Einlass ist jeden Abend ab 19 Uhr – zunächst Buster Keatons erstes großes Meisterwerk BUSTER KEATONS FLITTERWOCHEN (USA 1920) gezeigt, in dem ein frisch vermähltes Paar versucht, ein Fertighaus zusammenzusetzen. Als Hauptfilm läuft anschließend G.W. Pabsts ABWEGE (Deutschland 1928), ein mit brillanten Bildern bestechendes Gesellschaftsportrait über ein Ehepaar in der Krise, das im Berliner Nachtleben in einen Strudel aus Luxus und Laster gerät.

Mit insgesamt 15 Erstaufführungen frisch restaurierter Werke bietet das von Stefan Drößler, Kurator und Leiter des Filmmuseums München, ausgewählte Programm in diesem Jahr besonders vielfältige Möglichkeiten, Neues zu entdecken und über die Frühzeit des Kinos zu erfahren. So werden in Rekonstruktionen beispielsweise F.W. Murnaus FAUST. EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE (Deutschland 1926) mit Zwischentiteln des Schriftstellers Gerhart Hauptmann, Ernst Lubitschs erfolgreicher Kostümfilm ROSITA (USA 1923) mit Stummfilm-Star Mary Pickford als umjubelter Straßensängerin oder die poetische japanische Liebesgeschichte DIE TÄNZERIN VON IZU (Japan 1933) von Heinosuke Gosho präsentiert. Durch den Bezug zum Rheinland besonders spannend dürfte auch die Vorführung der schwedischen Produktion DIE WALLFAHRT NACH KEVELAER werden, einer Verfilmung des berühmten Gedichts von Heinrich Heine aus dem Jahr 1921. Zum Abschluss der Stummfilmtage steht DIE STADT OHNE JUDEN (Österreich 1924, Regie: Hans Karl Breslauer) auf dem Programm, eine Adaption von Hugo Bettauers umstrittenem Roman, die mit Unterstützung einer internationalen Crowdfunding-Kampagne jüngst restauriert wurde. Zu vielen Vorführungen werden auch unsere Partner aus den jeweiligen Filmarchiven zu Gast sein und in kurzen Einführungen die Filme vorstellen und Einblicke in ihre Restaurierungsarbeit geben.

Als teuerster Stummfilm aller Zeiten erwähnt sei außerdem der Welterfolg BEN HUR von Fred Niblo (USA 1925), der am Freitag, 24. August, präsentiert wird. Die Produktion dauerte über zwei Jahre, sprengte alle Grenzen und bahnte dem Studio MGM den Weg zum mächtigsten Studio Hollywoods und der Welt.

Wie stets darf das Publikum der Stummfilmtage jedoch nicht nur auf die Filme und das Wiedersehen mit vielen großen Ikonen der Stummfilmzeit – wie Charles Chaplin, Laurel und Hardy, Greta Garbo oder Louise Brooks – gespannt sein, sondern auch auf packende und stimmungsvolle neue Kompositionen und Improvisationen der Musiker, die die Filme live begleiten. Neben langjährigen Weggefährten des Sommerkinos wie Joachim Bärenz, Günter A. Buchwald und Stephen Horne werden auch Frank Bockius, Richard Siedhoff und – nach seinem Debüt im letzten Jahr – der Oboist Mykyta Sierov wieder zu erleben sein. Zum ersten Mal dabei ist zudem die Harfenistin Elizabeth-Jane Baldry, die mehrere Filme gemeinsam mit Stephen Horne begleitet.

An den beiden Sonntagnachmittagen beleuchtet das Rahmenprogramm im LVR-LandesMuseum Bonn in praxisnahen Vorträgen mit Filmbeispielen besonders spannende Projekte und Aspekte der Filmgeschichte und Restaurierung. Das gesamte Programm der 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino finden Sie demnächst auch auf www.internationale-stummfilmtage.de

Die 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, dem AStA Bonn, der Bonner Kinemathek und dem LVR-LandesMuseum Bonn, und unterstützt von der Bundesstadt Bonn, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Film- und Medienstiftung NRW und der Bundesbeauftragen für Kultur und Medien (BKM).

 

 

Presseinfos zum Download

Auf Abwegen im Arkadenhof: Start der 34. Internationalen Stummfilmtage am Donnerstag

Brisant, politisch, opulent: Das Rahmenprogramm der 34. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino

Internationale Stummfilmtage_Flyer_2018

Programmübersicht der 34. Internationalen Stummfilmtage

Wallfahrt oder Teufelspakt: Zum Programm der 34. Internationalen Stummfilmtage

Musikerinnen und Musiker bei den 34. Internationalen Stummfilmtagen

 

 

Fotos zum Download: Der Veranstaltungsort

Vorführung im Arkadenhof bei den Internationalen Stummfilmtagen 2016

Vorführung im Arkadenhof während der Internationalen Stummfilmtage 2016_Foto: Salah Nassan, Bonn
Vorführung im Arkadenhof während der Internationalen Stummfilmtage 2016_Foto: Salah Nassan, Bonn

Blick in den Arkadenhof während der Internationalen Stummfilmtage 2016

Blick in den Arkadenhof während der Internationalen Stummfilmtage 2016_Foto: Salah Nassan, Bonn
Blick in den Arkadenhof während der Internationalen Stummfilmtage 2016_Foto: Salah Nassan, Bonn

Vollbesetzter Arkadenhof 2012

Vollbesetzter Arkadenhof bei den 28. Internationalen Stummfilmtagen 2012 Foto: Thilo Beu, Bonn
Vollbesetzter Arkadenhof bei den 28. Internationalen Stummfilmtagen 2012
Foto: Thilo Beu, Bonn

 

Arkadenhof bei laufender Vorführung

Arkakdenhof bei laufender VorführungFoto: Thilo Beu, Bonn
Arkakdenhof bei laufender Vorführung
Foto: Thilo Beu, Bonn

 

Vollbesetzter Arkadenhof 2012

Vollbesetzter Arkadenhof Foto: Thilo Beu, Bonn
Vollbesetzter Arkadenhof
Foto: Thilo Beu, Bonn

 

Stephen Horne begleitet einen Film mit Marlene Dietrich

Stephen Horne begleitet GEFAHREN DER BRAUTZEIT mit Marlene Dietrich bei den Stummfilmtagen 2012Foto: Thilo Beu, Bonn
Stephen Horne begleitet GEFAHREN DER BRAUTZEIT mit Marlene Dietrich bei den Stummfilmtagen 2012
Foto: Thilo Beu, Bonn

 

 

Fotos zum Download: Die Musikerinnen und Musiker

Joachim Bärenz

Quelle: Nina Mews, Berlin

 

Günter A. Buchwald

Quelle: Nina Mews, Berlin

Stephen Horne

Quelle: Stephen Horne

 

Richard Siedhoff

Quelle: Richard Siedhoff
Quelle: Richard Siedhoff