Sonntag, 20. August 2017, 17.00 Uhr, LVR-LandesMuseum Bonn

Im Krieg. Der erste Weltkrieg in 3D

Im Krieg. Der erste Weltkrieg in 3D 2_Foto_Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.
Im Krieg. Der erste Weltkrieg in 3D 2_Foto_Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Filmvorführung mit einer Einführung durch den Regisseur Nikolai Vialkowitsch
Deutschland 2015 / Germany 2015
Regie / Directed by: Nikolai Vialkowitsch
Drehbuch / Written by: Nikolai Vialkowitsch
Kamera / Cinematography by: Andreas Tonndorf
Musik / Music by: Henrik Albrecht
Sprecher / Narration by: Peter Matić, Miroslav Nemec, Birgitta Assheuer, Christina Große, Wolfgang Condrus, Max Urlacher, Joachim Schönfeld, Johannes Franke
Produktion / Produced by: Looks, Parallax Raumprojektion
Premiere: 25.9.2014
Format: digital
Farbe / Color: viragiert / tinted
Länge / Running time: 103 min
Sprachfassung / Narration: deutsch / German

 

Ein paralleles Medium zum Kinematographen waren zu Anfang des 20. Jahrhunderts die Panoramen, die bis zu 25 Personen gleichzeitig die Sichtung von 3D-Bilderserien ermöglichten. Allein die von Berlin aus mit wöchentlich wechselnden Programmen versorgten Kaiserpanoramen waren um 1910 in 300 Städten in Mitteleuropa ver­tre­ten. Nikolai Vialkowitsch hat die damals populären Bilderserien aus dem Ersten Weltkrieg digitalisiert und als Grundlage für einen beeindruckenden 3D-Film verwandt.
Nikolai Vialkowitsch wird eine Einführung in seinen Film geben und für ein Nachgespräch zur Verfügung stehen.

The panorama, in early 20th century a parallel medium to the cinematograph, made it possible for up to 25 people at a time to view 3D images. The Kaiser-Panoramas popular around 1910 provided programs that changed weekly, originating in Berlin and going out to 300 cities in central Europe. Nikolai Vialkowitsch has digitized pano­rama images from World War I, using them as the basis for an impressive 3D film.
Nikolai Vialkowitsch will give an introcution to the film and answer questions from the audience after the screening.
Der Berliner Fotograf August Fuhrmann erfand das sogenannte „Kaiserpanorama“, ein Kabinett, in dem man durch eine Art fixierte 3-D-Brille dreidimensionale Fotografien betrachten konnte. Selbständige Subunternehmer konnten für 4.000 Reichsmark solch ein Kabinett erwerben und von Fuhrmann immer neue Bilder – „Stereoskopien“ genannt – beziehen. Fast 20.000 dieser frühen 3-D-Aufnahmen, die zudem handkoloriert wurden, sind erhalten geblieben, und sie bieten einen Querschnitt durch das sorglose, zukunftsoptimistische Fin de Siècle. Sie waren eine Rummelplatzattraktion. Das Hauptproblem bestand darin, aus diesen stehenden Bildern laufende zu machen, aus Fotografien einen Film. Vialkowitsch, ein Spezialist für 3-D-Installationen und -Filme, löst es ganz wunderbar, indem er sich erst auf Details konzentriert und dann in die Totale zoomt, und die hohe Auflösung der Fuhrmannschen Bilder lässt das auch zu.
Hanns-Georg Rodek, in: Die Welt, 26.9.2014

IN WAR follows the historically authenticated dramatic narrative of waning enthusiasm and increasing horror during World War I. This is visible in the images, and audible in the texts, which have been chosen with outstanding sensitivity and are read in voice-over by men and women in various languages. Those who have their say are Austrian novelist Stefan Zweig, Americans Edith Wharton and field hospital supervisor Mary Borden, Irish military chaplain William Doyle, and French musicians Maurice Maréchal and Lucien Durosoir among others. But we also hear the voices of simple soldiers holding out as good as they could against the horror of war, in letters to their worried wives and mothers back home. Quotes from diaries, letters, essays, and memoirs establish a personal connection to the images, which are enhanced by Henrik Albrecht’s symphonic score.
Alexandra Seitz, in: Berliner Zeitung, 23.9.2014

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