Sonntag, 13. August 2017, 21.00 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Der Adjutant des Zaren

Der Adjutant des Zaren_Foto_Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.
Der Adjutant des Zaren_Foto_Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.

Deutschland 1929 / Germany 1929
Regie / Directed by: Vladimir Strijewskij
Drehbuch / Written by: Vladimir Strijewskij
Kamera / Cinematography by: Nikolai Toporkoff
Darsteller / Cast: Iwan Mosjukin, Carmen Boni, Eugen Burg, George Seroff, Fritz Alberti, Alexander Granach
Produktion / Produced by: Greenbaum-Film GmbH
Premiere: 11.2.1929 (Berlin)
Format: digital
Farbe / Color: schwarzweiß / black and white
Länge / Running time: 98 min
Zwischentitel / Intertitles: dänisch mit deutscher Übersetzung / Danish with German translation
Musik / Music by: Neil Brand (piano)

 

Ein russischer Fürst verliebt sich im Zug nach St. Petersburg in eine bezaubernde junge Frau, der er hilft, die Grenze zu passieren. Als er feststellt, dass sie eine Revolutionärin ist, die einen Anschlag auf den Zaren vorbereitet, gerät er in einen Konflikt. Der spannend inszenierte Kostümfilm lebt von dem Aufeinandertreffen zweier großer Stars der Stummfilmzeit: Iwan Mosjukin, Held aufwändiger europäischer Ausstattungsfilme, und Carmen Boni, die in verführerischen Frauenrollen brillierte.

A Russian prince on the train to St. Petersburg falls in love with an enchanting young woman, whom he helps to cross the border. He’s agonized to discover she’s a revolutionary planning an attack on the czar. The success of this thrilling costume picture rests on the interplay between two huge stars of silent film: Ivan Mosjoukine, hero of elaborate European spectaculars, and Carmen Boni as seductive women.

 

DER ADJUTANT DES ZAREN ist ein Großfilm ohne Einschränkungen, ein Schlager für das Publikum, ein Filmwerk voller Spannungen und Überraschungen, bei dem auch der gute Geschmack auf seine Kosten kommt. Rein stimmungsmäßig schließt sich der neue Mosjukinfilm an den KURIER DES ZAREN an, der bisher Mosjukins größter Erfolg war. Wieder der Zar im Hintergrunde, die prunkvolle Entfaltung kaiserlicher Hofhaltung, und im Vordergrund eine Liebesgeschichte mit romantischsten, kriminellen, verschwörerischen Verwicklungen. Mosjukin hat natürlich eine Bombenrolle. Er kann sich in allen Schattierungen seiner darstellerischen Befähigung zeigen, als leidender und glücklicher Liebhaber, als militärisch aufrichtiger Soldat, als Held und als Opfer. Das Männliche seiner Erscheinung, das Fernsein aller Süßlichkeit tritt auch hier wieder vorteilhaft in Erscheinung. Seine darstellerischen Mittel kommen stark und gekonnt zur Wirkung.
Lichtbild-Bühne, 12.2.1929