Freitag, 18. August 2017, 22.30 Uhr, Arkadenhof der Universität Bonn

Branding Broadway

Branding Broadway_Foto_Foerderverein Filmkultur Bonn e.V.
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USA 1918
Regie / Directed by: William S. Hart
Drehbuch / Written by: Gardner Sullivan
Kamera / Cinematography by: Joe August
Darsteller / Cast: William S. Hart, Seen Owen, Arthur Shirley, Lewis W. Short, Andrew Robeson
Produktion / Produced by: William S. Hart Productions
Premiere: 15.12.1918 (New York)
Format: 35mm
Farbe / Color: viragiert / tinted
Länge / Running time: 59 min
Zwischentitel / Intertitles: englisch / English
Musik / Music by: Stephen Horne (piano) & Frank Bockius (percussion)

 

William S. Hart war der große Westernheld des frühen amerikanischen Stummfilms, der am Ende der Filme nach gelöstem Konflikt regelmäßig in die weite Landschaft davonritt. In dem Film BRANDING BROADWAY, den das Museum of Modern Art in New York restauriert hat, landet in New York und arbeitet als Bodyguard für den verzogenen Sohn eines reichen Eisenbahnmagnaten. Die sehr unterhaltsame Komödie, die Hart selbst inszeniert hat, zeigt ihn von seiner besten Seite.

William S. Hart was the great Western hero of early American silent film, who regularly rode off into the ­sunset after resolving a conflict. In BRANDING BROADWAY, ­restored by New York’s Museum of Modern Art, the westerner finds himself in New York to work as a bodyguard for the spoiled son of a rich railroad magnate. This very entertaining comedy, directed by Hart himself, shows him from his best side.

 

Hart spielt seine übliche Rolle des Wild-West-Schlägertypen, bis er vom Sheriff an Händen und Füßen gefesselt und auf einen Schnellzug Richtung Osten gesetzt wird. Da er auf Abenteuer aus ist, geht er nach New York. Was für ein Ver­gnügen, Hart in einer ganz neuen Rolle zu sehen, wenn sie auch auf seiner bevorzugten Linie liegt. Und was für ein Vergnügen, eine köstliche Komödie zu sehen, mit brillanten Zwischentiteln von einem Mann, der weiß, wie man sie schreibt! Die Geschichte ist fast bis zur Farce überspannt, aber so logisch aufgebaut, dass sie durchweg möglich erscheint. Das gemeinsame Bestreben von Autor, Regisseur und Hauptdarsteller bringt eine feine Kunst hervor. Die ­Komödie ist in ihrer Entwicklung weitgehend körperbetont, voll zeitgenössischem Sportsgeist, aber sie sprüht vor Humor.
Louis Reeves Harrison, in: Moving Picture World, 7.12.1918