Algo mío – Argentiniens geraubte Kinder

(OmU) Deutschland 2016 · Regie: Jenny Hellmann, Regina Mennig · Länge: 93 Min. · Altersempfehlung: ab 14 Jahren / 8. Klasse

In Argentinien leben auch heute noch einige Hundert Männer und Frauen, die nicht ahnen, dass sie in der Zeit der Militärdiktatur (1976-1983) als Babys ihren inhaftierten oppositionellen Eltern weggenommen und regimetreuen Paaren zur Adoption angeboten wurden. Sie kennen weder ihre wahre Identität noch das Schicksal ihrer leiblichen Eltern, die meist in den Foltergefängnissen des Regimes ums Leben kamen. Erst in den letzten Jahren gelang es der Organisation der berühmten „Abuelas de Plaza de Mayo“, einige dieser Identitäten aufzuklären. Der Dokumentarfilm der beiden deutschen Regisseurinnen stellt zwei der geraubten Kinder, Catalina und Hilario, und ihre Großmütter in den Mittelpunkt und verfolgt die Prozesse gegen ihre Zieheltern. Durch die Auswahl von Protagonist/innen, deren Einstellung zu ihren Eltern diametral entgegengesetzt ist, zeigt der Film eindrucksvoll die Relativität von Kategorien wie Schuld und Unschuld, Recht und Unrecht – und das Leid, das die Verbrechen der Diktatur noch heute verursachen.

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